Dienstag, 27. Januar 2009

Mindmaps, spielend und lernend



Impuls
2 Posts von Florian (Creaffective) in dem es um Wortwolken und Lernen in Verbindung mit Mindmaps geht habe ich miteinander kombiniert und finde sogleich ;-) das jegliche Mindmap-Software um einen sogenannten "Lern- und Trainingsmodus" erweitert werden muss.
Sinn und Zweck dieser Übung besteht darin eigene Mindmaps besser zu behalten bzw. auf das Wesentliche zu reduzieren. Auch Vokabelübungen etc. sind damit möglich.



Training: Rekonstruktion der Mindmap
Es bedarf wahrscheinlich keines großen Aufwandes aus Mindmaps Wortwolken zu generieren.
Der Anwender hat dabei die Aufgabe, aus der Wortwolke die ursprüngliche Mind Map, die er möglicherweise selbst entwickelt hat, aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren.
Ich stelle mir also eine Art Lernmodus vor, bei dem die Map im Hintergrund transparent bis unsichtbar wird.
Der Anwender ist nun gezwungen die Pfade innerhalb der Wortwolke wieder herzustellen und kann sein Ergebnis mit der ursprünglichen Mindmap vergleichen und noch besser, anschließend die ursprünglichen Mindmap, je nach Gusto, ersetzen. Gerade beim reproduzieren zeigt sich nämlich was wesentlich war.

Die Bildfolge zeigt im Prinzip die Vorgehensweise:

Bild 1: Ursprüngliche Mind Map


Bild 2: Wortwolke


Bild 3: Rekonstruieren der Mindmap


Spiel: Lückentext
Auch könnten die Softwareentwickler Mind Maps als Lückentext darstellen und deine Aufgabe ist es die entsprechenden Schlüsselwörter einzusetzen.


Bild 1: Ursprüngliche Mindmap



Bild 2: Mindmap mit Lücken zum ausfüllen

Spiel: Visueller Countdown

Das je nach fortschreitender Zeit bestimmte Knoten oder Äste in der Mindmap transparenter werden ("visueller count down"), erscheint mir auch ein Vorschlag zur Unterstützung von Lernprozessen.

Hier ist nun der Anwender gefordert die stark transparenten Knoten unter mehr oder weniger großer Anstrengung zu lesen, oder.... besser diese zu behalten (lernen).

Dies ist auch mit einem Spiel zu verbinden bei dem der Anwender die immer tranparenter werdenden Knoten beschreiben muss, damit diese sichtbar bleiben. Ein Spiel, dass über Zeit konzentriert gespielt werden muss und im Nebeneffekt das wiederholen der Schlüsselwörter, vielleicht Vokabeln, trainiert.


Übung: Beschreibung der Äste
Ein weiterer Lerneffekt könnte sein die Äste zu beschreiben (Verben). Sobald der Ast beschriftet ist, kann die Map-Darstellung an dieser Stelle entfallen bzw. wird in eine Textform umgewandelt. Wie mache ich aus einer Mindmap einen Text oder Aufsatz bzw. wie reduziere ich die Hierarchieebenen.

Spiel: Mindmap Tetris
Als weiteres Spielvariante schlage ich den Computerklassiker Tetris vor.
Der an der Bildschirmseite herunterfallende Ast muss innerhalb von Sekunden an die richtige Stelle der unvollständigen Mindmap gebracht werden.

Gruß Chiochip

Dienstag, 13. Januar 2009

Spline Interpolation

Für die Freunde von Kurven habe ich nachstehend den Quellcode für die Spline Interpolation hinzugefügt. Die Funktion kann ebenfalls, wie die Lineare Interpolation in Excel "eingebaut" werden und wird für Interpolation von Messwerten aus vorhandenen Messwertpaaren benutzt.

Das Programm stammt aus dem Quellcode des Freeware Programms XNUMBERS 5.6 - Multi Precision Floating Point Computing and Numerical Methods for EXCEL.
Ein Muss für jeden Excel-Anwender. Einfach suchen unter: Digilander



====================== ANFANG ======================
  • 'Interpolates one point from sorted X,Y data pairs using Cubic Spline Interpolation
  • Function Interpol_cspline(Xin As Range, Yin As Range, Xtarget As Double)
  • Dim n%, ny% 'Xin and Yin counts
  • Dim i% 'loop counter
  • Dim ihi%, m%
  • Dim a#, b#, p#, qn#, sig#, un#, h0#, h1#, h2#, Yout#
  • ny = Yin.Cells.Count
  • n = Xin.Cells.Count
  • ' Next check to be sure that there are the came counts of Xin and Yin
  • If n <> ny Then
  • Interpol_cspline = CVErr(xlErrRef) 'Uneven counts of Xin and Yin"
  • GoTo err_ret
  • End If

  • ReDim x(1 To n) As Double
  • ReDim Y(1 To n) As Double
  • 'ReDim u(1 To n - 1) As Single
  • ReDim U(1 To n - 1) As Double 'mod. LV 31-8-02
  • ReDim ypp(1 To n) As Double 'these are the 2nd derivative values
  • 'populate the input arrays
  • For i = 1 To n
  • x(i) = Xin(i)
  • If i > 1 Then
  • If x(i) <= x(i - 1) Then 'Check if X values are not repeating and are sorted in ascending order
  • Interpol_cspline = CVErr(xlErrValue) 'Error: Not sorted or repeating
  • GoTo err_ret
  • End If
  • End If
  • Y(i) = Yin(i)
  • Next i
  • ypp(1) = 0 'First knot boundary condition
  • U(1) = 0 'First knot boundary condition
  • For i = 2 To n - 1
  • h0 = x(i + 0) - x(i - 1)
  • h1 = x(i + 1) - x(i - 0)
  • h2 = x(i + 1) - x(i - 1)

  • sig = h0 / h2
  • p = sig * ypp(i - 1) + 2#
  • ypp(i) = (sig - 1) / p
  • U(i) = (Y(i + 1) - Y(i)) / h1 - (Y(i) - Y(i - 1)) / h0
  • U(i) = (6# * U(i) / h2 - sig * U(i - 1)) / p

  • Next i

  • qn = 0
  • un = 0
  • ypp(n) = (un - qn * U(n - 1)) / (qn * ypp(n - 1) + 1) 'Last knot boundary condition
  • For i = n - 1 To 1 Step -1
  • ypp(i) = ypp(i) * ypp(i + 1) + U(i) 'Backfill the 2nd derivatives
  • Next i
  • ''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''
  • 'Spline evaluation at target X point
  • '''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''
  • 'Find correct interval using halving binary search
  • i = 1
  • ihi = n
  • Do While (i <>
  • m = (i + ihi) \ 2 'Calculate the midpoint
  • If (Xtarget < ihi =" m" i =" m">
  • Loop
  • ' i = beginning of the correct interval
  • h0 = x(i + 1) - x(i) 'Calc the width of the X interval
  • a = (x(i + 1) - Xtarget) / h0
  • b = (Xtarget - x(i)) / h0
  • Yout = a * Y(i) + b * Y(i + 1) + ((a ^ 3 - a) * ypp(i) + (b ^ 3 - b) * ypp(i + 1)) * (h0 ^ 2) / 6#
  • Interpol_cspline = Yout
  • err_ret:
  • End Function
====================== ENDE ======================

Gruß Chiochip

Montag, 12. Januar 2009

Lineare Interpolation


Neulich im Internet!
Gesucht und gesucht und doch nicht gefunden und dann selbst gemacht:

Für die Erstellung linearer Interpolationen als Massenoperation in der Tabellenkalkulation Excel habe ich folgende Funktion angefertigt. Diese kann frei verwendet werden. Für mögliche Fehler hafte ich nicht, falls ihr sie jedoch verbessert, würde ich mich riesig über den kommentierten und verbesserten Quellcode freuen.



======================== Anfang =======================

  • 'Interpoliert einen Punkt aus einer Tabelle von x, y -Punkten nach der Methoder der Linearen Interpolation
  • Function Interpol_Lin(Xin As Range, Yin As Range, Xtarget As Double)
  • Dim n%, ny% 'Xin and Yin Counter
  • Dim i%, X_index 'Schleifen Counter

  • ny = Yin.Cells.Count
  • n = Xin.Cells.Count

  • ' Prüfe ob die gleiche Anzahl x und y Punkte gegeben ist
  • If n <> ny Then
  • Interpol_Lin = CVErr(xlErrRef) 'Uneven counts of Xin and Yin"
  • GoTo err_ret
  • End If

  • ReDim x(1 To n) As Double
  • ReDim Y(1 To n) As Double

  • 'Fülle x[] und y[] auf
  • For i = 1 To n
  • x(i) = Xin(i)
  • Y(i) = Yin(i)
  • Next i
  • i = 1

  • 'finde den korrekten Intervall
  • Do While (Xtarget > x(i))
  • X_index = i
  • i = i + 1
  • Loop

  • Interpol_Lin = (Y(X_index + 1) - Y(X_index)) / (x(X_index + 1) - x(X_index)) * (Xtarget - x(X_index)) + Y(X_index)

  • err_ret:

  • End Function
======================== ENDE =======================

Gruß Chiochip

Donnerstag, 8. Januar 2009

Kunst in der Mittagspause 01


Kunst in der Mittagspause, -als Abfallprodukt meiner Experimente mit Symbolen.
Wem's gefällt, der kann es ja kund tun ;-)


Gruß Chiochip

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Die Frucht wächst am Rande des Baumes / Kapitel 08+



E=R=G=Ä=N=Z=U=N=G zu:
L=E=V=E=L 42


Im folgenden Bild habe ich den Sachverhalt bzw. die Zusammenhänge aus dem Post 09 dargestellt.

Dieses Bild steht auch im Zusammenhang mit den Kommentaren aus Post 09 und ist Teil der Antwort!


Die Darstellung zeigt das reale Objekt als Bestandteil der realen Welt und das gedachte Objekt als Bestandteil und Produkt des Subjekts, eingepackt in einer Identität, einem "elastischen Puffer", der sich bis zu einem gewissen Grad in den Kontext der Problematik einfügen kann, begrenzt durch und zugleich verbunden mit dem Erfahrungs- und Wissenshorizont.

Analytisches und kombinatorisches Denken sorgen für die "passende" Identität, die dann "passend" ist, wenn sie sich möglichst widerspruchsfrei in die Problematik einfügt.

Der Wille zur Wahrnehmung, die Sprache, die seelische Verfassung, die Tagesform, usw. erzeugen eine schwankende Grenze zwischen dem Bewusst- und dem Unterbewusstsein mit Auswirkung auf die Wahrnehmungsleistung, respektive Handlung und Standort. Durch den Wellengang wird das Objekt mitunter mehr oder weniger objektiv gesehen.

Objektivität bezeichnet indes, dass Identitäten zum gleichen Objekt bei verschiedenen Personen möglichst identisch sind. Also alles, was gemeinhin als akzeptiertes Wissen anerkannt wird, aber immer Sprache und Schrift als Qualitätskriterium voraussetzt. Wie sonst will man Objektivität beurteilen?


>>PLAYBACK: Post 02 (Lukas, der Lokomotivführer)<<
Könnte es nicht sein, dass Emmas Dampf, der sich als Schnee auf die Straße legt eine Metapher für den untergeordneten Sinn einer Handlung ist? Das Ziel durch Aktivität wahrzunehmen, was so nicht wahrnehmbar war! Das Lebewesen verändert seine Umgebung oder nimmt über einen Standpunktwechsel seine Umgebung verändert wahr, um Dinge sichtbar zu machen. Ein Kreisprozess, ausgelöst durch die Wahrnehmung mit der Handlung im Schlepptau!
Mit anderen Worten: Wenn hier einer handelt, ist es die Wahrnehmung. D. h., die, welche handeln, wollen eigentlich wahrnehmen, bzw. ist das Wahrnehmen die aktive Komponente.



Also: Alle Handlung ist eigentlich wahrnehmen wollen! Tschüss bis Level 43!


Donnerstag, 11. Dezember 2008

Die Frucht wächst am Rande des Baumes / Kapitel 08

L=E=V=E=L 42

"Hattest du schon mal einen Traum, Neo, der dir vollkommen real schien? Was wäre, wenn du aus diesem Traum nicht mehr aufwachst... Woher würdest du wissen, was Traum ist und was Realität?" "Was ist die Wirklichkeit? Wie definiert man das.... Realität? Wenn du darunter verstehst, was du fühlst, was du riechen, schmecken oder sehen kannst, ist die Wirklichkeit nichts weiter als elektrische Signale interpretiert von deinem Verstand." (Zitat: Matrix)


B=R=E=A=K


Zentraler Punkt der MindMap ist das Objekt, das Problem bzw. die Unterobjekte und -Probleme. Direkte Bezüge zum Objekt oder Problem bilden unsere sinnliche Wahrnehmung (sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen, Gleichgewicht) in Verbindung mit den ihr zugeordneten Eigenschaften.

Eigenschaften verhalten sich in meiner Vorstellung zum Denken wie Skizzen zum Bild. Die Eigenschaft lenkt die Wahrnehmung auf den wesentlichen Teil des Geschehens bzw. charakterisiert das Geschehen. Eigenschaften sind der Bezug zwischen der Wahrnehmung und dem Denken und Ergebnis eines Vergleichs zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. Eigenschaften sind halb Wahrnehmung und halb Denken (Erinnern). Damit hat das Objekt eigentlich keine Eigenschaften, sondern wir prägen diesem Objekt verschiedene Eigenschaften auf, die wir diesem Objekt gewissermaßen "schaffend" zu eigen machen, die aber rein subjektives Machwerk unserer Wahrnehmung, unserem Denken sind.

Diese Eigenschaften werde ich in der denkenden Wahrnehmung als Merkmale bezeichnen. Damit ist eine begriffliche Unterscheidung zwischen den Eigenschaften gedachter Objekte (Merkmale) und den Eigenschaften sinnlicher Natur möglich.
Sowohl die Eigenschaften als auch die Merkmale werden zu einem späteren Zeitpunkt, unter Beibehaltung dieser einen Wahrnehmung durch einen Standpunktwechsel (Handlung) angereichert und wir erhalten erste Eindrücke.

Durch Kategorienbildung werden diese Eindrücke zum Objekt gedacht. Wobei ich vermute, dass die Kategorienbildung alle Wahrnehmungen inkl. ihrer Standpunkte bis zu einem gewissen Grad zusammenfasst. Mit Hilfe der Operation der Kategorienbildung ordnen wir willkürlich Merkmale, Unterobjekte und Unterkategorien einem bestimmten Objekt zu. Die Kategorien stellen damit eine Art Geburtshelfer eines Objektes dar, deren "Gestalt" durch den Einfluss des analytischen Denkens neu kombiniert bzw. verändert werden kann.

Da wir in unserem Weltwissen die Objekte nie schlüssig verankern können, existiert jeweils von diesem Objekt eine Identität, die für sich genommen das Objekt in verschiedene Teilbereiche unserer Vorstellung einbettet, gewissermaßen für verschiedene Kontexte (Wissenslandschaften) gefügig macht. Die Identität ist somit eines von vielen "Fotos" vom Objekt, das nur in ein bestimmtes "Fotoalbum" passt.

Gelingt dies nicht (sofort), wird diese Vorstellung durch eine prüfende Wahrnehmung (Handlung) untersucht. Die Handlung drückt sich zumeist durch einen Standpunktwechsel, analytisches Denken oder Wahrnehmungswechsel aus. Diese Standpunktwechsel bis zur Kategorienbildung werden solange wiederholt, bis eine angepasste aber vielleicht nicht die sinnvollste Identität erzeugt wurde.
Die hierachische Darstellung eines Problemes, wie z. B. mit einer Mindmap, auf Grundlage einer Sende- und Empfänger-Vorstellung sieht dann möglicherweise wie folgt aus:

01. Mensch, Ich, Standpunkt (Empfänger)
02. Weltwissen (Puzzle)
03. Identität (Sinnsuche)
04. Handlung, Sprache (prüfende Wahrnehmung)
(x). Analytisches Denken
05. Kategorie (modelliertes Objekt / Puzzleteil)
06. denkende Wahrnehmung (Vorstellung)
07. Eigenschaften
08. sinnliche Wahrnehmung
09. Objekt / Problem (Sender)

Diese Punkte sollten daher bei der Darstellung von Problemen beleuchtet werden: Ganz im Bewusstsein meines Standpunkts zum Problem, im Bewusstsein meiner passiven (sinnliche- und denkende) und aktiven (Handlung, analytisches Denken und Sprache) Wahrnehmung das Problem in meinem Weltverständnis verankern!

Für mich können lediglich die Punkte 05. bis 09. auf eine Mind Map übertragen werden. Diese Punkte entsprechen einer klassischen Baumdarstellung mit Stamm, Ast, Zweig und Blatt. Für eine abgerundete Darstellung des Problems fehlt jedoch der gesamte Wurzelraum der aktiven Wahrnehmung (Punkte x. und 04.) sowie der Befruchtungsvorgang oder Samenflug, die Sinnsuche (03.), die Identität und die Bewährung in der Welt, im Weltwissen (02.).

Ist alle Individualität Identität?
Tschüß bis Level 43

Freitag, 24. Oktober 2008

Die Frucht wächst am Rande des Baumes / Kapitel 07




Die Partitur der Zusammenarbeit
Eine Partitur (ital. partitura „Einteilung“) ist eine untereinander angeordnete Zusammenstellung aller Einzelstimmen einer Komposition oder eines Arrangements, so dass der Dirigent das musikalische Geschehen auf einen Blick überschauen kann. Sie ist meistens auf Papier geschrieben oder gedruckt.


Warum nicht? Im Folgenden Thema geht es mir darum, Tätigkeiten verschiedener Personen im Rahmen eines größeren Projektes zu koordinieren.
Hierzu gibt es schon ein gewisses Instrumentarium aus dem Bereich des Projektmanagements. Dennoch finde ich es amüsant und interessant, die unters
chiedlichen, zu koordinierenden Tätigkeiten verschiedener Firmen und Personen als Notenbild festzuhalten. Dies resultiert auch daraus, dass ich nicht immer auf ein Projektmanagement-Tool oder Gantt-Diagramm zurückgreifen kann oder will und finde, dass bei geeigneter Umdeutung der Notenschrift durchaus vergleichbare Ergebnisse denkbar sind. Das Ganze habe ich natürlich noch nicht getestet, warte aber nur auf einen geeigneten Augenblick.

Eine "Partitur" könnte dann beispielsweise so aussehen (bei "klick" wird's größer):


Mit folgenden Umdeutungen der musikalischen Notation:

  • Die Notenlinie ist jetzt eine Orientierungslinie, auf der die einzelnen Einsatzpunkte oder Arbeitspunkte (Notenköpfe) der verschiedenen Firmen eingetragen werden.
    Es existieren also genau so viele Notenlinien, wie beteiligte Firmen oder Personen bekannt sind.
  • Der Notenkopf symbolisiert den Zeitpunkt, ab dem eine bestimmte Tätigkeit erforderlich ist (ggf. könnte man mit dem Notenwert noch die Dauer der Tätigkeit fixieren).
  • Die Tätigkeit ist dann, ähnlich einem Text im Lied, über den Notenlinien bzw. dem Notensystem eingetragen
  • Der Notenhals symbolisiert eine gemeinsame Tätigkeit verschiedener Beteiligter zur gleichen Zeit und wird in der Musik als Akkord bezeichnet (die etwas andere Akkordarbeit).
  • Der Balken verbindet die einzelnen Akkorde und hat die Bedeutung einer sinnvollen Gruppierung von Tätigkeiten bis hin zum Teil- oder Gesamtprodukt.
  • Die Versetzungszeichen "#" oder "b" und das Auflösezeichen indizieren spezifische Teile der Firma. Also mit "#²" ist eine bestimmte Person in der Firma gemeint, die eine Tätigkeit ausführen soll.
  • Statt dem Notenschlüssel wird die jeweilige Phase des Projekts am Zeilenanfang eingetragen (Erstellung, Inbetriebnahme, usw.)
  • Als Taktangabe (im Beispiel nicht dargestellt) könnte die Kalenderwoche oder der Tag angegeben werden.
Tja! So viel, so kurz, zur praktischen Notation zu koordinierender Tätigkeiten. Ein kleiner Spaß mit durchaus ernstem Hintergrund, da ich nur liniertes Papier benötige und keine Tabellen vorbereiten muss.

;-)

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Die Frucht wächst am Rande des Baumes / Kapitel 06

Kreativität

Der folgende Post behandelt meine Definition von Kreativität.

Ich wurde durch einen Artikel auf dem Creaffective-Blog dazu motiviert und habe mich dazu auch geäußert.

Meine Definition lautet:
Wenn das Produkt eines Bedürfnisses "heute", den Bedarf von "morgen" befriedigt, war dieser Mensch kreativ.


Dabei ist:
  • mit Bedarf ein echter (körperlicher) Mangelzustand gemeint und
  • mit Bedürfnis ein emotionaler (geistiger) Mangelzustand gemeint.

Warum so und nicht anders:
Nach meiner Auffassung ist das Motiv dafür entscheidend, ob jemand kreativ ist oder nicht.

Stellen Sie sich vor, dass, beabsichtigt oder nicht, die Ressourcen für eine Gruppe von Menschen gezielt minimalisiert werden, um die Entwicklung von neuen Ideen unter bestimmten Bedingungen zu fördern!

Da Not bekanntlich erfinderisch macht, sind dann nach einer gewissen Zeit Lösungen für das Problem zu erwarten. Diese Lösungen könnte man dann auch als kreative Lösungen bezeichnen.

Ich halte allerdings dagegen und behaupte, dass dies nur gute oder vielleicht auch weniger gute Lösungen auf eine implizite Aufgabenstellung sind. In solchen Situationen kann es keine individuelle Kreativität geben, sondern nur Ergebnisse, sonst hat die Gruppe mit Konsequenzen zu rechnen. In diesem Fall war wohl eher das System in seiner Gesamtheit kreativ: Der Aufgabensteller hat die Umgebungsbedingungen so geschickt verändert, dass die Gruppe Lösungen (ebenfalls geschickt) hervorgebracht hat.

Entwickelt hingegen jemand aus einem Bedürfnis heraus ein neues Produkt, das zudem von Nutzen ist, kann er sich schon als kreativ bezeichnen. Denn er hat, zumindest nach seiner Auffassung etwas völlig Neues erstellt. Ob dann letztendlich das Produkt ein kreatives Produkt ist, entscheidet die Gesellschaft, der man getrost einen breiteren Wissenshorizont unterstellen kann.

Ich habe z. B. gelesen, dass Kreativität die Fähigkeit intelligenter Lebewesen sein soll, neue und ungewöhnliche Lösungen für Problemstellungen zu finden.

Das sehe ich nicht so, denn hier war schon der Problemsteller am Werk und zum Teil kreativ tätig. Dieses Produkt ist also ein Ergebnis des Problemstellers und des Problemlösers.

Freitag, 3. Oktober 2008

Die Frucht wächst am Rande des Baumes / (Kapitel 05)

Nachtrag zum Post 05

Auf die Frage hin, ob sich die im Post 05 geschilderten Zergliederungshilfen (Sprengstoffe oder Denktechniken) übersichtlicher darstellen lassen, habe ich die nachstehenden Tabellen angefertigt.
Hier sind die Phasen und Szenarien mit den W-Fragen kombiniert. Jede Phase setzt sich aus unterschiedlichen Szenarien zusammen, für die die W-Fragen zu beantworten sind.
Als letzte W-Frage habe ich das "WANN" aufgeführt, da unmittelbar danach ein sogenanntes Gantt-Diagramm anschließt (hier, wegen Platzmangel nicht zu sehen. Bei Mausklick auf das Bild, wird es vollständig dargestellt).
Im Gantt-Diagram wird über die Zeitschiene (Tage, Kalenderwochen oder Monate) die Dauer der einzelnen Szenarien dargestellt.
Aus meiner Sicht die "dichteste" Form einer Darstellung!




Das zweite Bild zeigt einen erweiterten Tabellenkopf. Hier werden in verschiedenen Szenarien Teilobjekte benannt, für die Leistungen im Gesamtprojekt (Gesamtobjekt) fällig sind.
Speziell in der Phase der Erstellung und Umsetzung ergeben die Teilobjekte das Gesamtobjekt.




Somit verbleiben mindestens 48 Möglichkeiten (6 Phasen x mind. 1 Szenario x 8 W-Fragen) zzgl. den Kombinationen aus Ein-, Aus- und Nebenwirkung = 144 Möglichkeiten!!!

Sonntag, 28. September 2008

Die Frucht wächst am Rande des Baumes / Kapitel 05

Einführung
Ist Ihnen schon mal folgendes passiert? Sie wollen zu einem Thema, einem Problem oder Projekt eine Mind-Map zeichnen und Ihnen fällt zu diesem Thema nichts ein. Nun! Vielleicht helfen Ihnen dann die nachfolgenden "Sprengstoffe", um das Thema gewissermaßen methodisch zu zergliedern.

Sprengstoff
"Sprengstoffe" oder Zergliederungshilfen? Wir können es nennen wie wir wollen. Gemeint ist immer das Gleiche. Also wenigstens in Bezug auf diesen Post:
Nämlich Methoden, die helfen sollen, verschiedene Themen in Unterthemen zu gliedern. Eben Zergliederungshilfen. Diese habe ich seit dem Kapitel 03 angekündigt bzw. gesammelt und möchte sie hier nun vorstellen. Zur Verdeutlichung habe ich die unterschiedlichen Kategorien mit Namen von Sprengstoffen bezeichnet.

..SCHWARZPULVER, der Klassiker unter den Sprengstoffen oder auch W-Fragen genannt:
Stellen Sie sich vor, dass Sie die Aufgabe haben, für irgend ein Objekt, dass von irgend jemandem genutzt werden soll, ein Betriebshandbuch zu erstellen. Sie werden wahrscheinlich in den meisten der zu behandelnden Objekte immer über die gleiche Fragestellungen stolpern:
WER hat WAS, WIE, WANN und WO, WIEVIEL mal zu tun und WEM kommt es zu Gute. Die meisten Handbücher unterschlagen noch das WARUM, das ich mit einreihen möchte, da es auch die Neugier befriedigt.

Also, alles in allem muss es dann heißen:
  1. WER muss es tun
  2. WIE muss er es tun
  3. WAS muss er tun
  4. WANN muss er es tun
  5. WO muss er es tun
  6. WIE oft muss er es tun
  7. WARUM muss er es tun
  8. WEM kommt es zu Gute

Schon mal 8 Möglichkeiten ein Thema zu zergliedern.

..TNT und seine AUSwirkungen
Stellen Sie sich vor, dass Sie die Sanierung einer Trinkwasserleitung in einer Straße zu planen haben. Die Leitung ist völlig korrodiert und muss ausgegraben bzw. ausgewechselt werden.

Die Anwendung der W-Fragen ist schon mal ein guter Ansatz für die Planung.
Für Auswirkungen, Einwirkungen und Nebenwirkungen bei dieser Maßnahme sollten Sie aber die Packungsbeilage lesen oder Ihren Arzt oder Ingenieur fragen.

Alles hat nämlich seine Auswirkungen (-auf das Umfeld). Das Umfeld hat wiederum Einwirkungen auf das geplante Objekt und wenn das geplante Objekt funktioniert, hat es garantiert auch noch Nebenwirkungen (Nicht jeder plant ja Trinkwasserleitungen. Es gibt ja auch welche die Kernkraftwerke oder so planen ;-)

Deswegen muss innerhalb der Bauzeit die Versorgung der Angrenzer mit Trinkwasser durch eine sogenannte Interimslösung (Zwischenlösung) gewährleistet werden.
Bei welcher Maßnahme auch immer, -bedenken Sie, dass alles seine:
  1. Auswirkungen hat und
  2. Einwirkungen hat und
  3. Nebenwirkungen hat
Damit haben wir dann schon mal über 8 x 3 = 24 weitere Aspekte zur Gestaltung und Vergrößerung unserer Mind-Map

..C4, genannt Plastiksprenstoff oder auch Standardphasen genannt:
Auch der Umgang mit den Objekten durch den Nutzer muss in der Planung berücksichtigt werden. Daher ist es gut, dass Projekt in verschiedene Phasen einzuteilen, die sich erfahrungsgemäß einstellen und für sich genommen auch weitere interessante Aspekte liefern:
  1. Phase zur Umsetzung und Erstellung eines Objektes
  2. Phase der Inbetriebnahme eines Objektes
  3. Bereitschaftsphase (so ne Art Wartehaltung bis das Objekt genutzt wird)
  4. Betriebsphase (das Objekt macht irgend etwas bzw. mit dem Objekt wird was gemacht)
  5. Phase der Außerbetriebnahme (das Objekt wird zum Zweck der Reparatur außer Betrieb genommen)
  6. Instandsetzungs- und Sanierungsphase (hier wird dann gewerkelt, um danach das Objekt wieder in Betrieb zu nehmen)
Richtig ergiebig wird es, die Standardphasen (C4) mit Schwarzpulver, TNT und C4 zu kombinieren um danach 24 x 6 = 144 Möglichkeiten zu erhalten, unser Thema zu zergliedern (unsere Mind-Map wird dicker)

..NITROGLYZERIN oder Standardszenarien
Ist das Objekt konzipiert und die Planung steht, sollten Sie diese mit sogenannten Standardszenarien konfrontieren. Also, was ist, wenn:
  1. das Objekt VERSORGT (z. B. mit Treibstoff) werden muss,
  2. NOTFÄLLE oder HAVARIEN innerhalb oder in der Nähe des Objektes auftreten,
  3. das Objekt REPARIERT werden muss,
  4. wenn in der ZUKUNFT bestimmte Faktoren anders sind
  5. (wenn mal jemand auf TOILETTE muss (NUTZERBEDÜRFNISSE))
144 x 4 = 576 Möglichkeiten!!! Sätestens jetzt machts keinen Spaß mehr, alles durchzudenken, geschweige denn, eine Mind-Map zu malen. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.


..SEMTEX oder Analysen
Abschließend wird dann das Geplante nochmal einer Analyse unterzogen, in der:
  1. das geplante Objekt in seine BESTANDTEILE zerlegt wird,
  2. die VERNETZUNG der Bestandteile dokumentiert wird,
  3. die einzelnen Zustände der Bestandteile ANALYSIERT werden,
  4. das zeitliche Verhalten (DYNAMIK) diskutieren werden muss.

Macht dann 576 x 4 = 2.304 Möglichkeiten, Facetten, Perspektiven, die sich natürlich zu einem gewissen Anteil überschneiden, aber ich denke, bis zum Abwinken genug, um echt fette Mind-Map's zu erzeugen.



..Handlungsempfehlungen zur Erfassung und Gestaltgebung von Problemen auf der Basis von Kreativitätstechniken
Nachfolgend habe ich die wesentlichen Erkenntnisse aus allen Post's zusammengefasst:

Handlungsempfehlungen zur Erfassung von Problemen:
1. Unterscheiden Sie anhand Ihres Wissens, ob eine Aufgabe bewältigt werden soll, oder ob Sie ein Problem angehen! [Kap.: 01]

2. Sollten Sie ein Problem angehen, fragen Sie so lange nach dem "Wozu?" oder "Warum?" bis Sie es abgegrenzt haben! [Kap.: 02]

3. Teilen Sie das Problem gedanklich in die Problematik und in die Lösungsfindung auf! [Kap.: 01]

... 3.1 Nehmen Sie an der Problematik möglichst vorurteilsfrei teil, um mit Hilfe Ihrer WAHRNEHMUNG, ERSCHEINUNGEN des Problems zu ANALYSIEREN und zu sammeln! [Kap.: 01, 06]

... 3.2 Nehmen Sie Ihre Erfahrungen mit nach Hause und lösen Sie Ihr Problem durch SYNTHESE der ERSCHEINUNGEN! [Kap.: 01, 06]



Handlungsempfehlungen zur Gestaltgebung von Problemen
1. Einsatz der Mind-Map nur in der Analyse [Kap.: 06]

2. Unterscheiden von verschiedenen Zergliederungsmethoden [Kap.: 03]

... 2.1 Zergliederungsmethoden 1. Ordnung (Atomisieren)

... 2.2 Zergliederungsmethoden 2. Ordnung (systemische Zergliederung)

3. Nutzen verschiedener Zergliederungshilfen [Kap.: 03 und 05]

... 3.1 W-Fragen

... 3.2 EIN-, AUS- und NEBENwirkungen

... 3.3 StandardPHASEN

... 3.4 StandardSZENARIEN

... 3.5 ANALYSEN

4. Nutzen symbolischer Verzweigungen [Kap.: 04]